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Gespielte vergewaltigung

Und obwohl ihr Serien-Alter-Ego schon sämtliche menschliche Dramen erleben und erleiden musste, verlangte diese Szene der jährigen Schauspielerin doch noch einmal alles ab …. In der am April ausgestrahlten Folge lässt sich Mendens Serienfigur Emily auf einen fragwürdigen Deal ein: Für eine halbe Million Euro soll sie mit dem charmanten Investor Aaron Frederik Funke, 37 schlafen.

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Kommende Woche kommt "Keine Zeit zu sterben" weltweit in die Kinos. Es ist bereits der Teil der "James Bond"-Reihe, dazu der fünfte und letzte mit Daniel Craig als Geheimagent mit der Lizenz zum Töten. Kurz vor dem Start hat Regisseur Cary Fukunaga in einem Interview über den Film gesprochen - und über das Problem, die Abenteuer des Frauenhelden in der Post-MeToo-Ära zu erzählen.

Name: Odessa
Wie alt bin ich: 23

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Während ihres Urlaubs wird eine junge Frau von ihrem Surflehrer eingeladen — und vergewaltigt.

Danach muss sie neu lernen, zu vertrauen. Hier erzählt sie ihre Geschichte. Türkisgrünes Wasser: Es begann als unbeschwerter Urlaub Bild: dapd.

© standard verlagsgesellschaft m.b.h.

Ich war zwanzig Jahre alt und wollte was sehen von der Welt. Ich landete auf einer kleinen Insel, wo man surfen lernen konnte. Palmen am Strand, türkisgrünes Wasser. Er hatte an ganz verschiedenen Orten der Welt gearbeitet.

Wir verstanden uns gut, attraktiv fand ich ihn nicht. Er war einfach der Surflehrer. Ed hatte mir gesagt, dass sich am Abend nach meinem Kursende ein paar Leute bei ihm zum Essen treffen würden.

Er lebte in einer Wohngemeinschaft ein Stück vom Strand entfernt. Das hat mich nicht gewundert, ich war eine Viertelstunde zu früh. Mir fiel auf, dass Ed nichts zu essen vorbereitet hatte.

Rechtslage

Dass das seltsam war, wurde mir aber erst im Nachhinein klar. Wir haben ein Glas Wein getrunken. Dann führte mich Ed durchs Haus. Auf der Insel wurde abends um zehn Uhr der Strom abgestellt, erst frühmorgens ging er wieder an. Man musste Besuchern zeigen, wo die Streichhölzer und die Kerzen liegen. Wir liefen durch die Wohnung. Ed begann ein bisschen zu flirten, das mochte ich nicht so gerne.

Als wir zu seinem Zimmer kamen, fing es an, komisch zu werden. Ed blieb in der Tür stehen, als ich hineinging. Das Bett befand sich direkt daneben. Man musste daran vorbei, wenn man zum Schreibtisch wollte. Da fragte mich Ed, ob ich auf ältere Männer stehe. Die Situation wurde unangenehm.

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Ich wollte das Zimmer verlassen und bewegte mich Richtung Tür. Normalerweise macht man dann Platz, aber Ed blieb einfach im Türrahmen stehen. Ein kurzes Stocken, ein Kräftemessen mit Blicken. Und dann hat er mir plötzlich eine gescheuert. Ich war so überrascht, dass ich rückwärts stolperte und auf das Bett fiel. Frauen, die nicht vergewaltigt wurden, verschwenden kaum einen Gedanken daran, dass Männer stärker sind.

Sie leben ohne Angst. Das ist auch richtig so. Aber es ist ein Luxus. Es gibt genug Länder, wo die körperliche Überlegenheit die Hackordnung in der Ehe und in der Gesellschaft bestimmt, wo Frauen auch vor dem Gesetz nicht die gleichen Rechte haben wie Männer. Bis zum ersten Schlag war ich felsenfest davon überzeugt: Mir kann nichts passieren. Ich kann nein sagen und gehen.

Diese Gewissheit habe ich nicht mehr. Die Wahrnehmung, zum schwächeren Geschlecht zu gehören, verändert ganz viel. In meiner ersten Beziehung nach der Vergewaltigung war an richtigen Sex gar nicht zu denken. Jeder Versuch endete damit, dass ich meinem Freund fast unterwürfig dankbar war, weil er mich zu nichts gezwungen hatte. Das war furchtbar für die Beziehung, sie ging nach drei Monaten in die Brüche.

Ähnliche fragen

Oder im Beruf. Das Gefühl, dass ein Mann körperlich mehr Macht hat als ich, hemmt mich. Das ist keine gute Grundlage, um überzeugend argumentieren zu können. Ich weiche eher als andere mal einen Schritt zurück. Wie die Vergewaltigung die Frau in den Jahren danach verfolgt hat, wie sie gelernt hat damit umzugehen und wie es war, den Surflehrer nach der Tat wieder zu sehen, lesen Sie in der aktuellen sonntaz.

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Wird james bond monogam?

Die neue Wochenendausgabe der taz im Langzeit-Test. Bis zum Wahlweise inklusive der vollen digitalen taz. Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette. Dann mailen Sie uns bitte an kommune taz. Ich glaube hier pfeift ein Schwein, und zwar aus dem letzten Loch. Danke für den Artikel habe ihn in der Sontaz komplett gelesen. Es freut mich, dass unterschieden wurde zwischen dem tiefen Misstrauen, das sich bei einer vergewaltigten Frau gegenüber Männern einstellt und dem dumpf-primitiven "Männer tun so was halt gern", das in anderen Artikeln ganz gern angedeutet wird.

Es ist nicht hilfreich wenn ich als Mann pauschal unter Verdacht gerate. Aber dieser Artikel war hilfreich, um sich ein wenig mehr in das Opfer einzufühlen und zu verstehen wie so eine Frau zukünftig gegenüber uns Männern fühlen und reagieren wird. Es war schön und mutig von dieser Frau, dass sie dies beschrieben hat. Ich wünsche ihr, dass sie ihr Vertrauen in ihre Mitmenschen und -menschinnen wieder findet und dass es nie wieder enttäuscht wird.

Alles Gute! Und es passiert selbst gut trainierten Kampfsportlern, dass sie zusammengeschlagen werden ging erst vor einiger Zeit ein Fall durch die Presse. Es reicht doch, wenn der erste unerwartete Schlag richtig sitzt. Dann kann man den Gedanken an Gegenwehr getrost vergessen.

Und schon mal daran gedacht, dass solche schlauen Tipps dem Opfer eine Mitschuld geben? Die Geschichte ist absolut glaubwürdig und wer sich die Mühe macht, mit anderen in der Umgebung mal über was anderes zu sprechen als darüber, wo es das beste Sushi gibt, wird viele ähnliche Geschichten zu hören bekommen. Laut solider Forschung machen 30 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen ähnlicher Art. Diese Tatsache wird verdrängt und da die Industrie mit der Verbreitung des Mythos "Sex,Liebe und Vertrauen" ordentlich Kasse macht, wird sich daran auch nur etwas ändern, wenn wir lernen, der Realität ins Auge zu schauen und miteinander zu sprechen statt kindlichen Träumen nachzuhängen.

Denn die meisten Menschen wissen sehr genau, dass die Bedrohung durch sexualisierte Gewalt allgegenwärtig ist. Das ist der ganz "normale" Verdrängungsmechanismus. Deshalb auch die -scheinbar- verwunderten und ungläubigen Reaktionen des Umfeldes von Betroffenen. Sicherlich muss man sich zur Beantwortung auch mit dem "Liebe-Mutti-Mythos" beschäftigen. Denn es sind immer noch meist Frauen, die Jungen auf- und erziehen und damit prägen. Wir Mütter, Lehrerinnen, Therapeutinnen und Erzieherinnen sollten uns die Frage stellen, warum wir so viele männliche psychosoziale Mängelwesen produzieren und etwas ändern.

Insgesamt ist es auch ganz richtig, Kinder so früh wie möglich mit der Ambivalenz unserer Sexualkultur vertraut zu machen und ihnen Möglichkeiten zu vermitteln, sich effektiv gegen Übergriffe zu wehren. Selbstverteidigungskurse sind dazu gut geeignet, ebenso wie professionelle Schulungen wie sie z. Und natürlich immer wieder : das ehrliche Gespräch. Der betroffenen Frau aus dem Artikel wünsche ich, dass sie zumindestens einen Teil ihres Selbstverständnisses zurückgewinnt. Der Surflehrer hat sein Leben eh schon versaut. Dem ist nicht mehr zu helfen. Wahrscheinlich hat er längst Aids oder säuft jeder dritte deutsche Mann betreibt riskanten Alkoholkonsum.

Da lohnt sich vielleicht doch, mal Boxen, oder Ähnliches zu trainieren, da lernt man nämlich, die Ohrfeige einzustecken und sofort mit Schmackes zurück zu schlagen nicht umsonst war das bis für Frauen gesetzlich verboten. Damit rechnet der Mann meistens nicht und wenn man dann noch gut trifft, hat man die Chance, zu entkommen.

PS: Wer sich an den Boxkampf zwischen Regina Halmich und Stefan Raab erinnert, weiss, das auch physisch überlegene Gegner mit der richtigen Technik besiegt werden können. Auch Frauen vergewaltigen. SEHR wichtig sowas zu veröffentlichen!!! Das ist die nackte Wahrheit. Die Kerle scheinen unüberwindlich zu sein. Und es stimmt leider auch, dass andere Frauen das kaum glauben können. Es ist eigentlich für alle, die nicht selbst betroffen sind, unvorstellbar, dass man keine Chance hat, sich erfolgreich zu wehren.

Daher wissen alle Opfer, dass es kaum etwas bringt, Nein sagen zu lernen.