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Ungewollt nackt

Und zusammen mit Deinem Foto wird Deine Handynummer, Dein Social-Mediaprofil und Dein Name veröffentlicht. Wer macht sowas und warum? Reporterin Alina Schulz hat für diesen Film ein halbes Jahr recherchiert.

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Online: 10 Stunden vor

Über

Warnung: In dieser Episode geht es um Formen von sexualisierter Gewalt, die unter Umständen retraumatisierend sein können.

Name: Luisa
Jahre alt: Ich bin 23 Jahre alt

Views: 39309

ANNA NACKT ist eine soziale Plattform, die sich für Menschen einsetzt, deren intime Fotos oder Videos gegen ihren Willen im Internet geteilt wurden.

Anna: Mit Panik. Irgendwann konnte ich nur noch abwarten, dass meine E-Mails und Anfragen beantwortet werden. Nach etwa einem Tag habe ich dann mit Erleichterung festgestellt, dass die Bilder offline genommen wurden.

Das hat sich allerdings nur wenige Wochen gehalten, dann waren sie wieder online. Anna: Leider habe ich eine sehr frustrierende Erfahrung gemacht und höre das auch immer wieder von anderen Betroffenen. Zum Einen gab es sehr wenig Verständnis für meine Situation. Ich musste beispielsweise mehrmals erklären, dass ich die Bilder mit Sicherheit nicht selbst hochgeladen habe und mich dafür rechtfertigen, dass es solche Bilder überhaupt von mir gibt. Im Endeffekt wurde also mir die Schuld für eine Straftat gegeben, die jemand anderes mir angetan hat.

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Zum Anderen war ich teilweise schockiert von dem fehlenden technischen Verständnis der Polizei. Mir wurde zum Beispiel geraten, bei Google anzurufen, um nachzufragen, ob sie nicht etwas gegen die Bilder im Internet machen könnten. Für mich zeigt diese Erfahrung, dass wir dringend in bessere Schulungen für die Ermittlungsbehörden und auch für Hilfestellen investieren müssen.

Die dort arbeitenden Personen brauchen bessere Unterstützung, um mit von digitaler Gewalt Betroffenen umzugehen.

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Anna: Erstmal ist es wichtig zu sagen: es sind nicht nur Frauen und Mädchendie betroffen sind. Allen Betroffenen raten wir im ersten Moment, durchzuatmen und sich vor Augen zu führen, dass es nicht ihre Schuld ist und dass sie einen Ausweg finden werden. Dann sollte der nächste Schritt Beweissicherung und Kontaktaufnahme mit den Websites sein, dazu gehört auch nochmal, weiter zu suchen, auf welchen Websites die Bilder eventuell noch sind. Die Beweissicherung ist sehr wichtig für den späteren Austausch mit der Polizei und ggf.

Die Kontaktaufnahme mit der Webseite kann etwas komplizierter sein, jedoch haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt und die Bilder zumindest erstmal runtergenommen werden — leider jedoch oft später wieder hochgeladen werden. Wir raten auch immer Anzeige zu erstatten, verstehen aber auch, dass manche Personen das aus unterschiedlichen Gründen erstmal nicht in Betracht ziehen.

Anna: Ich wünschte, darauf hätten wir bereits eine gute Antwort gefunden. Das ist natürlich Quatsch: Solange eine Person nicht die klare Einwilligung gibt angefasst zu werden, ist es völlig egal was sie gemacht hat oder wie sie sich verhalten hat, niemand darf sie gegen ihren Willen anfassen.

Ähnlich ist es bei Bildern damit möchte ich die individuellen Erfahrungen jedoch auf gar keinen Fall gleichsetzen! Anna: Wir sehen den Begriff sehr kritisch und beurteilen ihn als schlicht falsch, da er nicht die Realität widerspiegelt. In meinem persönlichen Fall wurde beispielsweise meine Cloud gehackt und die Bilder so online gestellt.

Wir hatten beispielsweise auch einen Fall, da hat ein Ex-Partner die Bilder hochgeladen, weil ihn das erregt hat. Im ersten Schritt ist es uns wichtig, dass Plattformen verhindern, dass Material, das schon mal als Missbrauchsmaterial gekennzeichnet wurde, nochmal hochgeladen wird. Dafür könnten sie beispielsweise eine Datenbank aufbauen, wie es teilweise bereits mit Missbrauchsmaterial von Kindern gemacht wird.

Insgesamt ist da noch sehr viel zu tun, wie auch diese Reportage von VICE zeigt.

Pyyntöäsi ei voi käsitellä

Deshalb fordern wir, dass Porno-Plattformen explizit ins NetzDG einbezogen werden. Das Ziel der Petition ist es, Wenn auch du unterschreiben möchtest, folge einfach diesem Link.

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Mehr erfährst du in unseren Hinweisen zum Datenschutz. Egal, ob du dich für aktuelle Fälle vor Gericht, Updates zu Events und Kampagnen oder Infos für Betroffene von Hass und Gewalt interessierst: Erfahre all das und noch mehr in unserem kostenlosen Newsletter. Gerade auch Menschen, die sich sozial engagieren oder für andere einstehen, werden oft zur Zielscheibe im Netz. Wir wollen für diese Menschen ein Schutzschild sein. Hilf mit deiner Spende, unsere vielfältige Gesellschaft zu stärken und Menschen in ihrer Notsituation beizustehen.

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HateAid App herunterladen iOS Android. Twitter Facebook Instagram YouTube. Liebe Anna, als Gründerin von ANNA NACKT hast du selbst erfahren, wie es ist, deine eigenen Bilder ungewollt im Netz zu finden. Wie hast du in diesem Moment reagiert?

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Du hast dich auch an die Polizei gewendet. Wie war diese Erfahrung für dich? Hattest du das Gefühl, dass man dir wirklich helfen wollte oder konnte?

Bei ANNA NACKT setzt ihr euch für Menschen ein, die das gleiche Schicksal teilen. Was ratet ihr ihnen?

Wie geht man vor, wenn intime Bilder ungefragt veröffentlicht werden? Oft wird die Schuld bei den Opfern selbst gesucht.

#notyourporn! wir sprechen mit … anna nackt

Wie schafft ihr es, betroffenen Frauen und Mädchen zu vermitteln, dass die Veröffentlichung nicht ihre Schuld ist? Wie steht ihr zu diesem oft kritisierten Begriff? Ist es nach eurer Erfahrung tatsächlich meistens der Ex-Partner, der die Bilder postet oder werden viele Betroffene auch gehackt und ihre Bilder auf diese Art und Weise veröffentlicht? In Kooperation mit HateAid und change.

Ungewollt nackt im netz: digitale gewalt kann uns alle treffen

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